Jagdbeirat


Bestellung / Zusammensetzung:
Der Jagdbeirat wird durch die Jagdbehörde im Benehmen mit den Fachverbänden für fünf Jahre widerruflich bestellt. Er setzt sich aus dem 1. Vorsitzenden (das ist ein Vertreter der Jagdbehörde) und fünf Mitgliedern aus den Fachverbänden zusammen (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagdgenossenschaft, Jäger, Naturschutz).

Seine Aufgaben sind die Jagdbehörde in Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung für die Jagd, aber auch bei wichtigen Einzelfragen bezüglich der Jagd, zu beraten.

Bei seiner Beratungstätigkeit hat der Jagdbeirat auf einen gerechten Ausgleich der verschiedenen Interessen aller am Jagdwesen Beteiligten hinzuwirken. Die Jagdbehörde soll (muss aber nicht) den Jagdbeirat vor allen wesentlichen Entscheidungen hören. Sie ist an die Beschlüsse des Jagdbeirates nicht gebunden. Nur bei der Erstellung der Abschusspläne hat der Jagdbeirat ein Quasi-Mitbestimmungsrecht, da Einvernehmen herzustellen ist.

Der Jagdberater der Jagdbehörde ist zwar zu den Sitzungen des Jagdbeirates zu laden und anzuhören, er ist aber nicht Mitglied des Jagdbeirates, und hat deshalb bei den Beschlüssen des Jagdbeirates kein Stimmrecht.

Rechtsgrundlagen:
§ 37 (1) Bundesjagdgesetz
Artikel 32 (1)1 und 50 Bayerisches Jagdgesetz
§§ 30 (1)1 und 31 Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz


Gez: Reiner Gubitz